Geschichte der Burg Birkenfeld

Der Name Birkenfeld weist auf eine fränkische Siedlung an einer durch ihren Birkenbestand auffallenden Stelle hin. Erstmals erwähnt wurde Birkenfeld im Jahre 981 in einer Kirchenurkunde aus der hervorgeht, dass es bereits um 700 den Ort Birkenfeld gab. Die Grundherrschaft besaß in dieser Zeit das Erzbistum Trier, verwaltet wurde die Gegend aber von den Grafen von Sponheim. Meginhard (1118 – 1145) war der erste Sponheimer, der den Titel Graf führte. Um das Jahr 1232 erfolgte eine Teilung in Vordere Grafschaft mit Sitz auf der Kauzenburg bei Bad Kreuznach und eine Hintere Grafschaft mit Sitz auf der Starkenburg an der Mosel. Birkenfeld gehörte von da an zur Hinteren Grafschaft.

 

Im 13. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Sponheim und den Erzbischöfen von Trier, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichten. In diese Zeit fällt auch die erstmalige Erwähnung der Burg Birkenfeld in einer Urkunde vom 26.2.1293. Erzbischof war von 1307 - 1345 Balduin, ein Bruder des deutschen Kaisers Heinrich VII. aus dem Hause Luxemburg. Die Erzbischöfe von Trier gehörten zu den sieben Kurfürsten und hatten eine mächtige Stellung im Deutschen Reich. Gräfin von Sponheim war seit 1324 die Witwe des bereits 1322 verstorbenen Heinrich II., Loretta geb. von Salm. Ihr gelang es 1328, Balduin gefangen zu nehmen und dessen Verzicht auf den Raum Birkenfeld nach fünfwöchiger Gefangenschaft auf der Starkenburg zu erzwingen.

1331 heiratete ihr Sohn und Nachfolger Johann III. (1331 – 1398) die Pfalzgräfin Mechthild aus dem Hause Wittelsbach. Sie war eine Urenkelin des früheren deutschen Königs Rudolf von Habsburg und eine Nichte des damals regierenden deutschen Kaisers Ludwig dem Bayer, ebenfalls ein Wittelsbacher. Wahrscheinlich aus Gefälligkeit für seine Verwandte verlieh er Birkenfeld im Jahre 1332 das Stadtrecht.

 

Der Sponheimische Amtmann für das Amt Birkenfeld wohnte auf Burg Birkenfeld, während die Grafen ihren Sitz weiterhin auf der Starkenburg hatten. Im Jahr 1417 wurden Vordere und Hintere Grafschaft unter Johann V. (1411 – 1437) wieder vereinigt. Da er keine Nachkommen hatte, fiel die Grafschaft nach seinem Tod an seinen Vetter Graf Friedrich von Veldenz an der Mosel und den Sohn seines verstorbenen badischen Vetters, Markgraf Jakob I. von Baden. Beide übernahmen von nun an gemeinsam die Herrschaft. Nach dem Tod Friedrichs von Veldenz 1444 fiel dessen Erbteil an seinen Schwiegersohn, den Wittelsbacher Stephan aus dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken bzw. an dessen Sohn Friedrich I. (1444 – 1480).

Modell der Burg im Museum Birkenfeld